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Auf Grund der vielen Nachfragen stellen wir  an dieser Stelle unser Wappen vor.


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Altentreptow, Thalberg und Siedenbollentin sind mit dem Namen unseres Heimatdichters Fritz Reuter eng verbunden, tragen heute noch Spuren seines Wirkens, haben einen festen Platz in der Niederdeutschen Literatur und erinnern an feste Freundschaften. 

Hier wohnte, arbeitete, schrieb, beobachtete, lernte und lehrte Fritz Reuter, hier ergriff er wider Partei, bereicherte er das Leben in unserer Stadt und begründete eine Freundschaft, die ihn nach siebenjähriger Haft prägte und die er bis an sein Lebensende bewahrte.

In Thalberg, seinerzeit Stadtgut Altentreptows, wird er 1844 vom Pächter Fritz Peters aufgenommen. Im Kreise dieser Familie entfaltete Fritz Reuter den ganzen Reichtum seines Wesens, ist guter Geist für alt und jung, bildet den Geschmack der ihn umgebenden Menschen. In Thalberg erkennt sein Freund Fritz Peters die schriftstellerischen Begabungen und regte an, größere und zusammenhängende Arbeiten zu schreiben.

Reuter Stein1850 raten ihm seine Thalberger Freunde und sein Treptower Gönner, Justizrat Schröder, in die Stadt umzusiedeln, hier als Privatlehrer zu arbeiten und eine eigene Existenz aufzubauen. Nach Ostern 1850 wohnt er in der Oberbaustraße 59. Hier beginnt seine dichterische Laufbahn. 1853 erscheint im Selbstverlag in Treptow sein Erstlingswerk "Läuschen und Rimels"

Die Reutersche Wohnung liegt dem "Deutschen Haus" gerade gegenüber. In diesem Lokal hat Reuter einen festen Platz in der Stammrunde. Hier findet "Turnreuter", wie er jetzt auch in der Stadt genannt wird, einen interessanten Gesellschaftskreis, der ihm manche Anregung für seine schriftstellerische Arbeit vermittelt.

1853 findet das gesellschaftliche Wirken Reuters in Treptow eine erwähnenswerte Anerkennung - er wird als Stadtverordneter gewählt. Der Dichter und Stadtverordnete stellt sich den Forderungen der Zeit und seiner Stadt. Er fordert im Notjahr 1853 die Schaffung und Unterhaltung einer Notküche, schafft Arbeitsmöglichkeiten u.a. durch Planierungsarbeiten auf dem Klosterberg und legt hier den Grundstein für eine öffentliche Parkanlage.

Reuters ziehen 1856 nach Neubrandenburg um. 1863 halten sie Einzug in Eisenach. Doch die Freundschaft mit der Familie Peters, die 1860 das Rittergut Siedenbollentin kauft, bleibt. In dem Brief zum 45. Geburtstag des Siedenbollentiner Freundes schreibt Reuter aus Eisenach: "Lieber Fritz! Nachträglich einen herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag. Mögest Du noch lange leben und, so lange Du lebst, mein lieber, bester Freund bleiben".

1869 weilt Reuter letztmalig in Siedenbollentin. Sein Gesundheitszustand ist nicht mehr der beste. Da schreibt "Wiesing", Reuters Frau nach Siedenbollentin: "Ein Wunsch, eine Bitte Deines alten wahrhaften Freundes, meines armen leidenden Reuters wirst Du sicher gern erfüllen, wenn Du kannst: er isst seit Wochen fast nichts mehr mit Appetit; - da meint er: Wenn ich ein kleines Stückchen Bauchfleisch bekommen könnte aus Bollentin, oder ein kleines Rippenstück, das würde mir schmecken."