Der Große
Stein – ein
Wahrzeichen Altentreptows
Der
Große Stein auf dem Klosterberg ist ein Zeuge der letzten so
genannten Weichseleiszeit. Sie begann vor etwa 100.000 Jahren
und vor etwa 10.000 Jahren hatten sich die Eismassen wieder nach
Norden zurückgezogen. Sie hinterließen viele Findlinge, die
meist aus Schweden stammten – so auch unseren Großen Stein,
einen ziemlich harten Brocken aus Granit. Es ist also kaum
glaubhaft, dass ihn ein Riese oder der Teufel vor langer Zeit wütend
nach dem Kirchturm von Altentreptow geworfen hat, er aber auf
den Klosterberg fiel.
Als
eines der bedeutendsten Geschiebe in Norddeutschland wurde er
schon 1832 vom Geologen Ritzky in den „Baltischen Studien“
erwähnt.
Eine der ersten bildlichen Darstellungen befindet sich
auf einem Druck mit Treptower Ansichten von etwa 1850, der im
Kreisheimatmuseum in Demmin zu sehen ist. Um 1900 tauchten die
ersten Ansichtskarten mit dem Motiv auf.
Spätere Darstellungen
zeigen ihn als „Bismarck-Stein“ – als solcher wurde er
1915 feierlich eingeweiht.
So
wie die St. Petri Kirche und die Stadttore wird er für unsere
Heimatstadt werben; ist er doch der größte auf dem Festland
Deutschlands.
Nach vielen Messungen und Schätzungen in früheren
Jahren ist es das Verdienst des damaligen Geologischen
Institutes der DDR, die Findlinge des Landes katalogisiert und
wissenschaftliche Grundlagen für die Schätzung nicht zugänglicher
Maße im Erdboden geschaffen zu haben.
Nach einer entsprechenden
Urkunde, die sich im Stadtarchiv befindet, hat er eine Länge
von 8,2 m, eine Breite von 6,0 m und eine
Höhe von 5,2 m. Damit
berechnet man seinen Rauminhalt mit 133 m3 und mit
der Gesteinsart Granit eine Masse von 360
Tonnen.
Der größte
deutsche Findling, der „Buskam“, bringt es auf ein Volumen
von 600 / 700 m3 und eine Masse von 1800 Tonnen, aber
er liegt in der Ostsee, etwa 300 m vor der Küste bei Göhren
auf Rügen, im Wasser und nicht auf dem Land!
Er
und unser Großer Stein waren im Sommer 1998 Gegenstand der
bekannten Fernsehsendung „Außenseiter – Spitzenreiter“,
sicher auch eine touristische Werbung für Altentreptow.

"Also,
Internet-Surfer und Wanderer, kommst Du nach Altentreptow, dann
lenke Deine Schritte auch zum Klosterberg."
Siegfried
Mamerow
Hobbygeologe